RUB Sommerfest 2011

Auch im Jahr 2011 fand das Sommerfest der Ruhr-Universität Bochum wieder traditionell am Mittwoch vor Frohnleichnam, dem 22.07.2011, statt – allerdings mit verschärften Sicherheitsauflagen…

Schon zwei Tage vor dem Fest wunderten sich etliche Studenten über die vielen Zäune, die auf dem ganzen Universitäts-Gelände aufgebaut wurden. Der für das Sommerfest eingeplante Bereich wurde komplett eingezäunt: Angefangen bei der großen Brücke in Richtung Bibliothek (ab Höhe des musischen Zentrums) und dann rundherum bis zum Audimax. Sogar alle Mauern der brückenartigen Zugänge rund um das Audimax wurden noch einmal extra mit Mauern gesichert, dabei waren die Zäune nur knappe 20 Zentimeter höher als die vorhandenen Mauern.

Der eingezäunte Bereich hatte zunächst einmal auch eher praktische Gründe, schließlich markierte er die glasfreie Zone in der das Sommerfest erstmals unter dem Motto „Spaß ohne Glas“ stattfand. Prinzipiell eine sehr gute Sache, allerdings wurde – obwohl es eigentlich verboten war Glas mit auf das Gelände zu nehmen – nur wenig kontrolliert und mehr auf die freiwillige Abgabe von Glasflaschen in dafür vorgesehene Container gesetzt.

Erstmals wurden sogar die Bereiche vor den Bühnen mit Barrieren abgetrennt – die Nachwirkungen der Loveparade-Katastrophe ziehen ihre Kreise. Nachdem der Regen während der Aufbauarbeiten am Nachmittag über Bochum niedergeprasselt war, blieb es zwar bis weit in die Nacht hinein trocken, dennoch kamen aufgrund des eher kühlen, feuchten Wetters deutlich weniger Besucher zum Sommerfest als noch im Vorjahr. Dies konnten die Veranstalter zwar nicht ahnen, dennoch führten die teilweise leeren Stellen vor den Bühnen die starken Sicherheitsauflagen ad absurdum…

Sieht man von den Sicherheitsbestimmungen und den zum Teil eher studentenunfreundlichen Preisen an den Gastronomieständen ab, war das Fest aber ein voller Erfolg und die Stimmung wie erwartet gut. Neben den beiden Uni-Läufen am Nachmittag gab es an verschiedenen Orten wie in den Vorjahren auch allerlei künstlerische bzw. musikalische Darbietungen und Mitmachaktionen. Auf mehreren Bühnen wurde ein breites Spektrum an Musik präsentiert – besonders viel gute Laune verbreite die Band Herr Paschulke in den Abendstunden vor dem TUZ. Viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit, vor der Wiese des GA-Gebäudes ihr Geschick im Jonglieren oder den Umgang mit Diabolos und anderen zirkusreifen Gegenständen zu trainieren.

Das absolute Highlight von vielen Besuchern – inklusive mir – war natürlich wie jedes Jahr das Feuerwerk, welches ich erstmals vom Balkon des GA-Gebäudes fotografieren wollte. Die Jahre zuvor waren immer Menschen auf den Balkonen der umliegenden Gebäude zu sehen gewesen, also dachte ich mir, dass es sicher kein Problem sei, von oben zu fotografieren. Fehlanzeige: Dieses Jahr kam alles anders: 10 Minuten vor Beginn des Feuerwerkes räumten Securities die Balkone des GA-Gebäudes – aus “Sicherheitsgründen” wie sie sagten. Das Feuerwerk könne nicht gestartet werden, bevor nicht alle GA-Balkone leer seien… Aus der Traum von tollen Aufnahmen aus der Höhe.

Sogar einem Fotografen einer Lokalzeitung samt Assistentin wurde verboten, den Balkon zu betreten. Dass es im Anschluss an die Räumaktion noch zu Handgreiflichkeiten mit Securities und der Polizei kam, stellt den Sinn der ganzen Aktion etwas in Frage, schließlich waren die wenigen Personen auf dem Balkon weder alkoholisiert noch alberten sie herum. Alle wollten lediglich friedlich das Feuerwerk genießen.

Da das NA-Gebäude, von wo das Feuerwerk abgeschossen wurde, und das GA-Gebäude rund 250 Meter voneinander entfernt liegen und auch der Wind in Richtung NB-Gebäude (hinter NA) blies, verblieb als einziges wirkliches Sicherheitsrisiko die – unwahrscheinliche – Möglichkeit, dass jemand vom Balkon herunterfallen könnte… Natürlich kann man verstehen, dass die Balkone frei bleiben sollen, sonst finden sich in den nächsten Jahren immer mehr Menschen dort ein, wenn sich das mit der guten Aussicht herumgesprochen hat, so dass irgendwann wirklich ein Sicherheitsrisiko aufgrund Überfüllung entstehen könnte – aber warum kommt diese Erkenntnis erst jetzt? Schließlich galten die Balkone schon seit jeher als Geheimtipp für eine gute Aussicht.

Nun hoffe ich, dass es vielleicht eine Möglichkeit gibt, sich für das nächste Jahr im Vorfeld eine Genehmigung zu beschaffen… So war es einfach nur enttäuschend, das Feuerwerk wieder von unten aus dem Pulk heraus fotografieren zu müssen.

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2 Antworten zu “RUB Sommerfest 2011”

  1. Thomas schreibt:

    Schöne Fotos – mit dem Balkon ist natürlich ärgerlich… hoffe, dass es beim nächsten Mal für dich klappt!

  2. The Guru sagt:

    Danke! Ich hoffe es..

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