Castle Rock 2017

Das dunkelromantische Traditionsfestival Castle Rock ist volljährig geworden, denn in diesem Jahr fand bereits die 18. Auflage des beliebten Festivals im Mülheimer Schloss Broich statt. Fans von von Gothic Rock, Symphonic Metal und Neuer Deutscher Härte trafen sich daher vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2017 zur alljährlichen „dunkelromantischen Messe“ in der liebgewonnenen Schlossidylle, um die Portugiesen von Moonspell, den Dark Tenor oder die Schockrocker von Ost+Front abzufeiern.

Und da man in seinem Leben bekanntlich nur einmal volljährig wird, haben sich die Organisatoren um Michael Bohnes auch nicht lumpen lassen und wieder einmal ein vielseitiges Musikprogramm der Extraklasse auf die Beine gestellt, das die Herzen von vielen Fans der „schwarzen Szene“ höher schlagen ließ:

The Dark Tenor

Als Freitagsheadliner verzauberte The Dark Tenor, der geheimnisvolle ausgebildete Opernsänger und ehemalige Tenor an der Dresdener Semperoper, der – im Gegensatz zu früher – nicht mehr mit einer Maske verhüllt auftrat, mit seiner unnachahmlichen Mischung aus Klassik und modernen Klängen das Burgvolk. Ein gelungener Einstand auf dem Castle Rock!

Moonspell

Die Headliner am Samstagabend waren – wie auch einige weitere Bands, dazu weiter unten mehr – hingegen keine Unbekannten in Mülheim, schließlich traten die porugiesischen Darkmetaller von Moonspell bereits 2011 im Schloss Broich auf. Mit ihrem deftigen Mix aus Gothic und Dark Metal spülten sie die Gehörgänge der Festivalbesucher zum Ausklang des Festivals am Samstagabend gehörig durch. Nachdem es den ganzen nachmittag über leicht aber nahezu durchgängig geregnet hatte, klarte der Himmel zum Abschluss des Festivals dann sogar noch einmal auf, so dass dich das Publikum im abendlichen Sonnenschein bei Moonspell trocken tanzen konnte.

Crematory

Aber – dafür ist das Castle Rock seit jeher bekannt – auch im Vorprogramm tummelten sich wieder so einige Musikperlen, die man anderswo vergeblich sucht. Zu nennen sind hier etwa Crematory, die im Schloss Broich mittlerweile eine zweite Heimat gefunden haben dürften, so oft wie die Pfälzer Gothmetaller bisher bereits in Mülheim am Start waren. Nachdem ich Crematory zuletzt mehrfach ohne Keyboarderin gesehen hatte, war Katrin Jüllich – die Frau an den Tasten – dieses Mal wieder mit dabei. In voller Besetzung lieferten Crematory einen Auftritt nach Maß ab: Kraftvoll, mitreißend – ganz so wie man es von Herrn Stass und seiner Crew gewöhnt ist.

Ost+Front

Zum ersten Mal auf das Castle Rock reiste hingegen die Neue-Deutsche-Härte-Formation Ost+Front aus Berlin an, auf deren hörens- und sehenswerte brachiale Melange aus NDH, Industrial, Gothic und Metal ich mich im Vorfeld besonders gefreut habe. Mit provokantem Auftreten (Stichwort: entblößte Genitalien und Kunstblut-Schweinereien) und deftigen Texten gab es bei Ost+Front das volle Programm, das beim geneigten Fan keine Wünsche offen, aber auch so manches verdattertes Gesicht hinterließ.

Ebenfalls überzeugen konnten die international besetzte Dark-Rock-Band Darkhaus und die österreichische Symphonic-Metal-Band Serenity, die anders als viele ihrer Genrekollegen auf eine Sängerin verzichteten, dafür aber auch bodenstäniger und einen Tick rockiger daherkamen.

Aeverium

Aeverium indes punkteten mit ihrer wohlklingenden Mischung aus weiblichem Soprangesang sowie wechselweise tiefen Growls und cleanem Gesang. Waren die aufstrebenden Alternative Metaller aus Viersen vor zwei Jahren noch Opener des Festivals, so rutschten sie in diesem Jahr ein gutes Stück im Line-Up nach oben. Zu Recht, wie ich finde, denn vor allem im Hinblick auf ausgelassene Bühnenpräsenz haben Aeverium noch mal einiges dazugelernt. Optisches Highlight: Sänger Marcel „Chubby“ Römer, der auf den Beinen der bezaubernden Aeva Maurelle Luftgitarre spielte.

Ebenfalls Neue Deutsche Härte vom Feinsten zelebrierten Maerzfeld als Freitags-Opener, die zuletzt 2013 die Burgmauern zum Beben brachten. Auch Vlad In Tears waren dem geneigten Castle-Rock-Gänger nicht unbekannt, schließlich entzückte die in Italien gegründete Dark-Rock-/Metal-Band, die mittlerweile in Berlin beheimatet ist, bereits 2015 die Herzen vieler Besucher(innen).

Alte Bekannte fanden sich zum Teil auch bei der noch recht jungen Band Erdling, denn die Musiker Neill Freiwald und Niklas Kahl traten in der Vergangenheit bereits mit Stahlmann sowie Sündenklang mehrfach auf dem Castle Rock auf. Eröffnete wurde der zweite Festivaltag mit deutschsprachigem harten Rock von Hemesath sowie Gothic Industrial Rock von Nox Interna.

Hier findet Ihr meine Fotostrecken von beiden Tagen. Mit einem Klick auf die Bandnamen springt Ihr direkt zur jeweiligen Galerie:

Maerzfeld

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Serenity

Setlist

Intro (Codex Atlanticus)
Follow Me
Sprouts Of Terror
Spirit In The Flesh
Iniquity
Rust Of Coming Ags
Legacy Of Tudors
Velatum

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Darkhaus

Setlist:

All Of Nothing
After The Heartache
Grace Divine
Side Effect Of Love
Second Chance
Providence
Ghost
Hour Of Need
Life Worth Living
Drive
Don’t Close Your Eyes
Breaking The Silence

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The Dark Tenor

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Erdling

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Vlad In Tears

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Aeverium

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Ost+Front

Setlist:

Fiesta De Sexo
Fleisch
Feuerwasser
Liebeslied
Freundschaft
Sonne, Mond und Sterne
Denkelied
Sternenkinder
Bruderherz
Gang Bang
Ich liebe Es
Mensch
Bitte schlag mich

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Crematory

 

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Moonspell

Setlist:

Intro Perverse
Opium
Awake
Taste
Ruin
Poisoned Gift
Raven
Mephisto
Spiegel
Fullmoon

Zugaben:
Wolfshade
Vamp
Alma

 

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Abschließend hier noch ein Gruppenbild der Foto-Crew 2017:

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