Entscheidungshilfe: WordPress ja oder nein?

Wer eine Website erstellen möchte, wird vermutlich irgendwann mit der Frage konfrontiert, warum er gerade WordPress und nicht ein anderes Content-Management-System (CMS) bzw. eine andere Blogging-Software nutzen sollte? Ich versuche einfach mal, ein paar Fragen auf diese Antwort zu geben und eine Lanze für WordPress zu brechen:

Open Source

Nun, zuallererst ist WordPress Open Source, d.h. die WordPress-Software wird von vielen hundert Freiwilligen (weiter)entwickelt, der gesamte Quelltext ist einsehbar und nichtzuletzt ist die Nutzung der Software komplett kostenlos (näheres zum Thema Kosten siehe weiter unten).

Plugins

Hinzu kommen eine Vielzahl an hochwertigen, meist ebenfalls kostenlos nutzbaren Plugins für fast alle nur erdenklichen Aufgaben und Funktionen. Vom einfachsten Besucherzähler, über Kontaktformulare bis hin zu aufwändigen Bildergalerien oder Online-Shops – mit WordPress ist fast alles möglich. Gerade wenn man nur wenig Ahnung von HTML, PHP, CSS und Co. hat, sind Plugins eine gute Möglichkeit, um seinen Blog auch ohne großen (Programmier-)Aufwand mit vielen zusätzlichen Funktionen zu versehen. Auf besonders nützliche Plugins gehe ich in diesem Beitrag noch näher ein.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

WordPress macht Suchmaschinen-Optimierung einfach – sowohl Dank der ohehin suchmaschinenfreundlichen Arbeitsweise als auch mit Hilfe einiger leistungsfähiger Plugins. Auf das Thema SEO gehe ich hier weiter ein. [Link wird demnächst ergänzt]

Designs

Ebenfalls kostenlos sind viele unterschiedliche Designs (sog. Themes), die einem sehr viel kreativen Freiraum bei der Gestaltung eures Blogs geben. Besonders aufwändige Themes können optional auch käuflich erworben werden. Näheres zum Thema Design-Wahl findet ihr hier. [Link wird demnächst ergänzt]

Viele Designs sind auch für Tablets und Handys optimiert, oftmals sogar responsive, d.h. die Ansicht passt sich automatisch der jeweiligen Bildschirmgröße an.

Nicht nur aufgrund der vielen Plugins sondern vor allem aufgrund der vielen grundverschiedenen Designs ist WordPress mehr als nur ein Blog. Neben klassischen Blogging-Themes gibt es mittlerweile auch viele Designs für andere Anwedungsbereiche, etwa klassische Homepages, Communites, Online-Shops uvm.

Für Fotografen gibt es weiterhin reichlich interessante Designs, die speziell auf Foto-Portfolios ausgelegt sind bzw. die die Präsentation von Fotografien in hoher Auflösung in den Vordergrund rücken. WordPress ist also nicht nur zum Veröffentlichen von Texten gut geeignet, sondern auch eine starke Software zur Bildpräsentation – insbesondere in Zusammenarbeit mit der eingebauten Galeriefunktion sowie hübschen Lightbox-Plugins, auf die ich hier noch einmal näher eingehe. [Link wird demnächst ergänzt]

Sicherheit

Was man auch nicht verachten darf, ist die sehr aktive Community rund um WordPress, die einem bei Problemen helfen kann. Durch die vielen Mitwirkenden ist WordPress eine sehr aktuelle Software, die kontinuierlich weiterentwickelt und auch in Zukunft mit (Sicherheits-)Updates versorgt werden wird. Auch ist WordPress ein sehr stabiles System. In über 10 Jahren, die ich WordPress nun im Einsatz habe, gab es keine nennenswerten Probleme, Abstürze, Datenverluste ode andere gravierende Eriegnisse – und wenn, dann waren sie selbstverschuldet. 😮 Auf das Thema Sicherheit gehe ich in diesem Post weiter ein.

Anfängerfreundlichkeit

WordPress ist darüberhinaus ziemlich anfängerfreundlich, hält aber gleichzeitig auch für alte Hasen viel Potential zur Weiterentwicklung bereit. Die Installation ist denkbar einfach und für alles Weitere gibt es wie erwähnt viele Plugins, fertige Designs, Online-Hilfen oder Support-Foren. Dennoch sollte man ein gewisses Maß an Bereitschaft zum Erlernen natürlich mitbringen, dann macht das Arbeiten mit WordPress gleich doppelt Spaß. Nicht nur Nutzen, sondern auch nach eigenen Wünschen Anpassen und Verändern sind die Stichworte. Hilfe bei der Installation findet ihr hier. Einen Beitrag über die grundlegenden Funktionen von WordPress habe ich ebenfalls erstellt.

Renommee

Aufgrund seiner diversen Vorzüge und der enormen Bekanntheit nutzen auch viele bekannte Firmen WordPress. Insgesamt verwenden über 60 Millionen Menschen WordPress. Können so viele Menschen irren? :Wohl kaum. 😛

Weitere Vorteile

Doch WordPress hat noch weitere Vorteile. So kann man beispielsweise mehrere Blogs auf einem Server installieren, WordPress unterstützt Mehrsprachigkeit und man kann auch selbst unkompliziert Anpassungen an den Sprachdateien vornehmen.

Selbstverständlich gibt es auch alternative, kostenlose, zum Teil ebenfalls quelloffene CMS wie Joomla, Typo3 oder Drupal – um nur die bekanntesten zu nennen – die ebenfalls alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ich persönlich  komme jedoch mit WordPress am besten zurecht, da es bisher alle meine Wünsche erfüllen konnte.

Eigener Blog vs. Blog auf wordpress.com

Solltet ihr euch nun entschlossen haben, einen eigenen WordPress-Blog zu erstellen, muss zunächst noch eine weitere wichtige Entscheidung gefällt werden. Und zwar: Wollt ihr euren Blog selbst hosten (d.h. auf einem eigenen, angemieteten oder selbst aufgesetzten Webspace installieren) oder wollt ihr euren ersten Blog online auf wordpress.com einrichten.

Hierbei gilt es Folgendes zu beachten: Ein einfacher Blog auf wordpress.com kann grundsätzlich kostenlos erstellt werden. Um alle Features (etwa eine eigene Domain, individuelle Designs, mehr Speicherplatz, keine Werbeeinblendungen) zu nutzen, muss jedoch ein Upgrade auf „Premium-“ oder „Geschäfts“-Status käuflich erworben werden. Die geanuen Preise sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Pakete könnt ihr hier einsehen.

Möchte man einen Blog selbst hosten, ist dies grundsätzlich ebenfalls kostenlos möglich. Um einen Blog selbst zu hosten, benötigt man einen Webspace inkl. einer SQL-Datenbank. Kostenlosen Webspace gibt es z.B. bei lima-city.de (eine für WordPress notwendige MySQL-Datenbank kostet bei diesem Anbieter allerdings einmalig 2,99€). Lange gab es auch Anbieter wie funpic.de oder ohost.de, bei denen auch eine MySQL-Datenbank kostenlos erhältlich war. Diese beiden Firmen haben jedoch ohne Vorankündigung plötzlich ihren Dienst eingestellt und alle Nutzer haben seitdem keinerlei Zugriff mehr auf ihre hochgeladenen Daten. An diesem Beispiel zeigt sich: Will man die volle Kontrolle über seine Daten, keine Werbeeinblendungen, eine eigene Domain, eine oder mehrere MySQL-Datenbanken usw., kommt man nicht umher, sich nach einem kostenpflichtigen Hoster umzuschauen.

Webspace-Anbieter bzw. Hoster gibt es reichlich und es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Ich selbst habe mit Contabo.de (ehemals Giga-Hosting.biz) relativ gute Erfahrungen gemacht – auch der Preis ist beim einfachsten Paket mit 2,99 € / Monat (Stand Januar 2015) sehr fair.

Wenn man sich für einen Webspace bei einem Hoster entscheidet, ist es ratsam, zu schauen, dass man direkt eine Domain-Adresse (z.B. meine-domain.de) mit anmietet. Meist ist eine Domain direkt mit im Preis inbegriffen.

Eine weitere Möglichkeit ist, euren Blog zunächst auf eurem PC lokal zu installieren und erst später ins Internet zu verfrachten. Auch eine Anbindung eures PCs als Server ist eine Option.

Wenn ihr euch nun also entschieden habt, einen eigenen, selbst gehosteten Blog zu betreiben, dann findet ihr im nächsten Beitrag eine bebilderte Anleitung und weitere Tipps zur Installation von WordPress.

Hier geht es zur Übersicht über alle Beiträge zum Thema WordPress.

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