Sächsische Schweiz & Basteibrücke

Am ersten Tag unserer kleinen Tour durch den Osten Deutschlands stand gleich die längste Tour auf dem Programm: Ein Ausflug in die Sächsische Schweiz, dem deutschen Teil des Elbsandsteingebirges.

Früh morgens ging es los in Richtung Dresden und von dort weiter über Pirna in Richtung tschechische Grenze. Über die Basteistraße, die durch das kleine Bergdörfchen Lohmen führte, erreichten wir schließlich einen Parkplatz mitten im Wald. Nach einem kurzen Fußweg kamen wir auch schon bei der berühmten Felslandschaft und der Basteibrücke bei Rathen an.

Die angebotenen Kutsch- oder Busfahrten lohnen sich übrigens höchstens für Personen, die nicht so gut zu Fuß sind. Der Fußweg – zumindest vom zweiten, oberhalb gelegenen, Parkplatz aus – ist wirklich nicht lang und dazu noch sehr schattig, so dass es selbst bei den hohen Temperaturen, die während unseres Besuchs herrschten, nicht besonders anstrengend war, die Sandsteinfelsen zu erreichen.

Völlig egal, wie man die Felsenlandschaft letztendlich erreicht – ob zu Fuß, per Kutsche oder mit motorisiertem Vehikel – der Ausblick von der Bastei, etwa auf die Elbe, ist wundervoll!:

Aber auch der Formenreichtum des Elbsandsteingebirges ist erstaunlich:

Ein besonders beliebtes Fotomotiv stellt natürlich die berühmte Basteibrücke selbst dar:

Bereits im Jahr 1851 gebaut, löste die aus Sandstein errichtete Basteibrücke die alte Holzbrücke ab, die dem steigenden Touristenaufkommen jener Zeit nicht mehr gewachsen war. Die Basteibrücke überspannt auf einer Länge von 76,5m die 40m tiefe Schlucht mit dem Namen Mardertelle.

Über die Basteibrücke erreicht man auch die Felsenburg Neurathen, die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Die Reste der Burg können auf einem eigenen Rundgang besichtigt werden. Der Eintritt hierfür kostet nur wenige Euro. Die Bastei, Basteibrücke und umliegenden Felsen sind übrigens kostenfrei begehbar.

Abhängig davon, wie viele Felsen man begeht, dauert ein Besuch des Elbsandsteingebirges natürlich unterschiedlich lange. Man sollte aber auf jeden Fall einige Stunden für den Besuch der Bastei und der umliegenden Felsen einplanen. Will man ausgiebig fotografieren, vergehen schnell mal drei bis fünf Stunden; insbesondere dann, wenn man wie ich mit einem Riesenstativ durch die Gegend kraxelt, um das ein oder andere Panorama anzufertigen… 😉

Interaktive Versionen dieses und anderer Panoramen aus dem Elbsandsteingebirge sind in Planung!

Im Anschluss an den Besuch des Elbsandsandsteingebirges machten wir noch einen kleinen Abstecher ins Örtchen Stolpen mit der gleichnamigen Burg Stolpen. Hier verweilten wir jedoch aus mehreren Gründen nicht so lange: Zum einen, weil uns die Zeit unaufhaltsam davon lief und wir noch ein ordentliches Stück Weg der Tagestour vor uns hatten, zum anderen, weil wir uns in einem Restaurant etwas die Mägen verdarben.

Über die sog. Staatsstraße S163 fuhren wir schließlich nach Rathmannsdorf und von dort über die Bundesstraße 172 nach Königstein. Auch hier stand mit der Festung Königstein eine weitere äußerst beliebte Sehenswürdigkeit auf dem Programm, die ich eigentlich in einem separaten Blog-Eintrag behandeln wollte. Allerdings kann ich von der Festung Königstein leider keine wirklich zeigenswerten Fotos liefern. Wie es dazu kam? Ganz einfach:

Wir waren um genau 17.03 Uhr oben am Eingang zur Festung Königstein. Dies war vom Timing allerdings äußerst unglücklich, da die Kassen um Punkt 17.00 Uhr zugemacht hatten – obwohl die Festung, wie wir lediglich wussten, bis 18.00 Uhr geöffnet haben sollte. Zwar traf ich noch zwei Angestellte an der oberen Kasse, jedoch ließen die – sehr zum Unmut einiger Niederländer, die ebenfalls die Festung besichtigen wollten, niemanden mehr hinein. Vermutlich hatten sie bereits Kassensturz gemacht. Dass man von den Angestellten jedoch mit den Worten „Wir brauchen ihr Geld nicht, kommen Sie morgen wieder“ abgespeist wird, gab uns allerdings sehr zu denken. Natürlich konnten – und wollten – wir am nächsten Tag nicht wiederkommen, schließlich hatten wir ja noch andere Routen auf dem Plan.

Den Bericht zur zweiten Tagestour nach Naumburg und Altenburg findet ihr hier.

In der Übersichtsseite findet ihr weitere Infos zur Städtetour.

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