Essen Original / Originell 2011

Essen Originell 2011

Des Cybers Freud ist des Gothic Metalers Leid. So oder so ähnlich könnte man die zweite Auflage von Essen Originell im Rahmen des Stadtfestivals Essen Original, das  vom 16. bis 18.09.2011 überall in der Essener Innenstadt stattfand, beschreiben.

German Industrial Dance Battle @ Essen Originell 2011German Industrial Dance Battle @ Essen Originell 2011Vor allem die Spezialisierung der Leo Store Stage am Pferdemarkt auf ausschließlich EBM bzw. Dark Electro Acts dürfte den ein oder anderen “normalen” Gothic Metal Fan verprellt haben. Vorherige Jahre traten hier zwischen Gruppen mit rein elektronischen Klängen immerhin auch noch einige “echte” Gothic Bands mit Schlagzeug und Saiteninstrumenten (z.B. Lahannya und Atomic Neon 2010 oder VE:GA, Sariola und Temple Of Twilight 2008) auf.

Aus dem Rahmen fielen hier diese Jahr lediglich Omas Zwerge, deren Punkrock überhaupt nicht zu den übrigen Dark Electro Acts passte, sowie Jesus On Extasy.

Auch das Turock mit der hauseigenen Turock Metal Stage am VGerman Industrial Dance Battle @ Essen Originell 2011iehofer Platz glänzte wie schon im Jahr zuvor nicht gerade durch hohe Abwechslung. So wurde fast ausschließlich Metal der härteren Gangart mit viel Gegröhle geboten. Früher traten zwischen all den Death und Thrash Metal Bands immerhin noch ab und an mal eine Power oder eine Viking Metal Formation auf. Wirkliche Abwechslung sieht jedenfalls anders aus. Die einzige Ausnahme bildete hier die schwedische Heavy Metal Band Bullet, der Headliner am Samstagabend – zu dem Zeitpunkt war ich jedoch in der Turbinenhalle beim Power Of Metal 2011.

German Industrial Dance Battle @ Essen Originell 2011Aufgrund der positiven Resonanz der Bühnenbetreiber ist es jedoch mehr als wahrscheinlich, dass man an den gerade geschilderten Spezialisierungen in den kommenden Jahren festhalten wird.

German Industrial Dance Battle @ Essen Originell 2011Etwas mehr Abwechslung – allerdings auch unterschiedliche Musikstile wie Metal, Rock, Pop oder Hip Hop – bot da schon die Youngstage am Flachsmarkt. Hier konnten sich junge Bands einem breiten Publikum präsentieren. Die Metalband Risoid System überzeugte dabei z.B. nicht nur musikalisch, sondern konnte auch durch einen originellen Grillmeister, der auf der Bühne Bratwürste briet, punkten. Erstmals gab es am Freitag auf der Hauptbühne am Kennedeyplatz hauptsächlich Comedy. Rock & Pop schallte anders als sonst erst am Samstag von der Bühne. Vorwiegend Besucher älterer Semester hielten sich am Willy-Brandt-Platz bei Schlagermusik auf.

Alles in allem konnte mich Essen Original bzw. Essen Originell 2011 nicht wirklich überzeugen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Leo Store sowie das Turock im kommenden Jahr wieder etwas mehr Abwechslung durch Bands unterschiedlicher Spielarten des Metal anbieten werden.

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Ein Kommentar

  1. Ich verstehe die Versteifung auf Cyber/Elektromusik nicht… wenigstens ein paar reine Gothic Bands hätten meiner meinung nach nicht geschadet…
    Wenn sich nichts ändert, werde ich wohl auch in 2012 wieder nicht bei Essen Original anzutreffen sein… schade, das Fest war mal so breit gefächert, dass für jeden Geschmack etwas dabei war 🙁

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