Schloss Dyck & Nikolauskloster

Schloss Dyck

Steckbrief Schloss Dyck

  • Typ: Wasserschloss
  • Zustand: erhalten
  • Erbaut: 17. Jahrhundert
  • Besitz: Die Stiftung Schloss Dyck
  • Nutzung: Ausstellungen, Veranstaltungen

Besichtigung / Preise

  • Außenbesichtigung: Park täglich 10 .00 – 18.00 Uhr (Montags Ruhetag)
  • Innenbesichtigung: Ausstellungen täglich geöffnet (Montags Ruhetag)
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14.00 – 18.00 Uhr | Wochenende/Feiertag 12.00 – 18.00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 9,00 € | Ermäßigt 6,00 € | Kinder 1,50 €

Anmerkungen

  • eines der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes
  • war Kulisse für die Fernsehserie Verbotene Liebe

Anfahrt

Adresse:

Schloss Dyck
41363 Jüchen

Kostenfreie Parkplätze vorhanden.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Haltestelle: Jüchen Schloss Dyck
Linien: Bus 870

Beschreibung

Am heutigen Samstag standen gleich drei Schlösser auf dem Ausflugsprogramm. Bei strahlendem Sonnenschein besuchte ich das Schloss Dyck mitsamt dem angrenzenden Nikolauskloster, das Rheydter Schloss und das Schloss Wickrath.

Schloss Dyck liegt in der Nähe von Aldenhoven in der Gemeinde Jüchen, genauer im Stadtteil Damm, im Rhein-Kreis Neuss, zwischen Grevenbroich und Mönchengladbach. Es gilt mit seinen zwei Vorburgen und dem Hauptgebäude, die auf insgesamt vier verschiedenen Inseln ruhen und von einem üppigen Wassergraben umgeben werden, als eines der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Rings um das Wasserschloss herum befindet sich ein weitläufiger englischer Garten, der zum Bummeln einlädt. Das vierflügelige, von Ecktürmen begrenzte Herrenhaus, das einen fast quadratischen Innenhof umgibt, ist das Herzstück des Schlosses. In der Orangerie in der Nähe befindet sich heute ein kleines Café.

Schloss Dyck

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1094. Durch diverse Ausbauten im 17. sowie 18. Jahrhundert erhielt das Schloss schließlich in etwa die heutige Form. Nach einem schweren Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil des Schlosses zerstört. Erst Dank ausgiebiger Sanierungen im Jahr 1961 wurde das Schloss schließlich wieder hergerichtet. Von 1995 bis 2000 fungierte das Schloss Dyck übrigens als Außenkulisse der ARD-Soap Verbotene Liebe.

Mangels Pflege verlor das Schloss über die Jahre einiges von seinem Charme. Nachdem Schloss Dyck 900 Jahre lang durchgängig im Besitz der Familie zu Salm-Reifferscheidt-Dyck war, markierte das Jahr 1999 einen kulturellen Umbruch in der Schlossgeschichte. In diesem Jahr entstand nämlich die Stiftung Schloss Dyck, die sich als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur fortan für den Erhalt des Schlosses und seiner Umgebung einsetzte.

Schloss Dyck

Im Rahmen der dezentralen Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens 2002 entstanden sowohl im historischen Garten als auch in den sog. “neuen Gärten” gegenüber des Schlossparks neue Themen- und Schaugärten, die auch heute noch besichtigt werden können. Neben den vielen Blumenbeeten und Waldstücken bietet der Park auch Zuflucht für allerlei Tiere – vor allem die Wildgänse machten einen sehr zufriedenen Eindruck.

Trotz finanzieller Probleme begann mit der Gründung der Stiftung eine umfassende Sanierung der Gesamtanlage, die bis heute andauert. Hieraus folgt unweigerlich, dass Bagger zu Werke sind und Gerüste die Sicht auf die zum Teil noch heruntergekommenen Gebäudeteile trüben. An einigen Stellen sieht man noch sehr genau, wo die neue gelbliche Farbe bereits aufgetragen wurde und wo sich noch die alte Färbung befindet. Dies ist an sich ja auch nicht weiter schlimm und wäre locker zu verschmerzen, schließlich lockt ein gepflegtes Schloss mit einem einheitlichen Erscheinungsbild mehr Besucher an als ein halbfertiger Komplex, wären da nicht die Ticketpreise von saftigen neun Euro pro Person ohne Ermäßigung. Regelmäßig stattfindende Führungen mit wechselnden Thematiken kosten zusätzlich drei Euro pro Person.

Trotz der Osterferien war der große Parkplatz vor dem Schloss relativ leer und etliche von den Personen, die mit Autos gekommen waren, gingen nur außerhalb des Schlosses spazieren. Zumindest bis zur Fertigstellung der Renovierungsarbeiten hätte ich es gut gefunden, wenn die Eintrittspreise ein wenig nach unten korrigiert würden.

Abseits des normalen Besuchsalltags finden das ganze Jahr über diverse Veranstaltungen wie z.B. Konzerte statt. Highlights sind die berühmten und gut besuchten Classic Days, einer Mischung aus Oldtimer-Treffen und -Rallye und die Illumina, ein Lichterfest bei dem Schloss und Park aufwändig illuminiert werden.

Ein Besuch lohnt sich trotz des verhältnismäßig hohen Eintrittspreises sowie der Baustellen alle Mal! Sobald das Schloss komplett renoviert ist, werde ich sicher noch einmal vorbei schauen, um ein paar weitere Bilder zu schießen.

Wenn man schon einmal hier ist, sollte man auch dem nur wenige entfernten Nikolauskloster einen Besuch abstatten.

Nikolauskloster

Der Legende nach bereits im 12. Jahrhundert gegründet, erstmals namentlich erwähnt jedoch erst im Jahr 1398, erhielt das Kloster zwischen 1715 und 1746 seine heutige Gestalt. Nach der Schließung des Klosters 1802 ging das Gebäude bzw. das Land im Jahr 1806 an die Eigentümer von Schloss Dyck über und wurde bis heute für verschiedene Aufgaben benutzt (z.B. als Lazarett sowie Soldatenfriedhof im Zweiten Weltkrieg).

Ab 1905 bezogen die Oblaten der makellosen Jungfrau Maria das Kloster. Seit 1953 befindet sich außerdem ein Studienheim für junge Männer sowie eine Ausstellung über polnische Volkskunst in dem Gebäude. Im Park kann u.a. eine heilige Grotte besichtigt werden.

Weitere Informationen

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