Metal For Mercy 2010 – Tag 1

My Inner Burning

My Inner BurningDie Gothic Band My Inner Burning eröffnete den ersten Tag des Metal For Mercy Festival 2010 pünktlich um 18 auf der größeren Saalbühne.

Opener haben es ja bekanntlich nie leicht, aber einige Fans hatten sich trotz des regen Schneetreibens, das für Chaos auf den Straßen und im Nahverkehr sorgte, schon vor der Bühne eingefunden. Da jedoch zunächst ein paar organisatorische Dinge erledigt werden mussten, bekam ich nur zwei, drei Lieder von My Inner Burning mit. Die Songs, die ich hören konnte, gefielen mir aber ausgesprochen gut.

Direkt im Anschluss traten Inside The Amber Room auf, die eine Mischung aus Rock, Alternative und Screamo boten. Zu Beginn der Show gab es sogar eine kleine Pyroshow – in Form einer Wunderkerze. 😉

Inside The Amber RoomDa aufgrund von Missverständnissen mit der Security – entgegen der Aussage des Veranstalters – jedoch nur während der ersten drei Lieder fotografiert werden durfte, nutzte ich die Gelegenheit, um schnell auf der kleineren Studiobühne vorbei zu schauen, wo gerade Polaris eine ordentliche Portion Thrash Metal ablieferten. Der Auftritt war jedoch schneller vorbei als mir lieb war. Von den Jungs wird man in Zukunft sicher noch mehr hören, schließlich nehmen sie gerade erst ihr erstes Album auf.

UnpreparedAbgelöst wurden Polaris von der Pop-Punk-Kombo Unprepared, die mich vom Stil her ein wenig an Greenday erinnerten.

Die Musik war keinesfalls schlecht – im Gegenteil: Unprepared machten gut Stimmung auf der Bühne, lediglich das Publikum war davon nicht sonderlich angetan. -Schieben wir das mal auf die Tatsache, dass es sich um ein Metal Festival handelte und dadurch einige Personen vielleicht weniger auf Punkrock abfuhren. Da auch ich mich mehr dem Metal denn dem Punk verschrieben fühle, wurde – nicht zum letzten Mal an diesem Abend – erneut die Räumlichkeit gewechselt, denn im großen Saal machten sich gerade Access To Addiction warm.

Access To AddictionDann ging es auch schon los und Access To Addiction interagierten von Anfang an super mit dem Publikum und posierten fleißig für die Fotografen.

Die Band war für mich DIE Überraschung des Abends. Ich habe die Zuschauer zwar nicht gezählt, aber es waren mindestens genau so viele da, wie zu später Stunde beim letzten Act anwesend sein würden…

Access To AddictionIn der kurzen Spielzeit heizten Access To Addiction den Fans ordentlich ein und stellten u.a. den neuen Song Blind and Broken vor, bevor mit Animal der kurze Auftritt auch schon wieder um war.

Szenenwechsel: Auf der Studiobühne waren Hellhound aus Witten derweil schon fleißig am rocken. Die noch recht junge Band hinterließ einen super Eindruck, was sicher auch an der guten Stimme des Sängers lag.

My Own SenseZwischen den Liedern imitierte das Publikum heulende Hunde und ein paar Besucher jüngeren Semesters ließen sich auch zum Pogo-Tanzen verleiten.

My Own Sense, die eine Mischung aus kraftvollem Rock und Punkrock im Stile von Ramones spielten, machten einen guten Job auf der Saalbühne.

Sängerin Michèle wirbelte energiegeladen über die Bühne und heizte das spärliche Publikum an, während sich der Rest der Band eher verhalten gab.

Dank der unentwegten Wirbelei der Sängerin auf der Bühne verging der Gig wie im Flug. My Own Sense, von denen ich zuvor noch nichts gehört hatte, waren für mich auch eine der Überraschungen des Abends.

Gegen 21 Uhr wurde es auf der Studiobühne wieder etwas härter, denn Tumulus waren an der Reihe. Ginas Gesangsstil erinnerte mich ein wenig  an den von Arch Enemy, der restliche Sound ließ sich jedoch nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen; dafür klangen die Lieder zu unterschiedlich – metallisch war es aber auf jeden Fall! Die Sängerin sorgte auf ihre fröhliche Art, die etwas gegensätzlich zu ihren Shout-Parts wirkte, für gute Stimmung auf und natürlich vor der Bühne. Stellenweise gab es auch kurze cleane Gesangspassagen zu hören.

BlindAuf der Saalbühne machten sich in der Zwischenzeit Blind bereit. Obgleich sie – wie schon ein paar andere Bands an diesem Tag – nicht Metal im eigentlichen Sinn machen, kamen sie beim Publikum doch sehr gut an, auch wenn die Musik verhältnismäßig ruhiger war. Den Auftritt von Metalety auf der Studiobühne verpasste ich leider beim ausgiebigen Plaudern mit einigen anderen Besuchern vor dem Auftritt der letzten Band im großen Saal.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Benefizfestivals trat beim Metal For Mercy eine Band aus dem Ausland auf. Die italienischen Nu Metaller von Exilia hatten die Ehre, als Headliner auf der Saalbühne aufzutreten.

Zuvor mussten die noch anwesenden Fans aber erst einmal eine ewig lange Umbaupause in Kauf nehmen. Mit einiger Verspätung ging es dann endlich los. Leider kam die Stimme von Sängerin Masha etwas kraftlos rüber, was vielleicht an dem (zu?) kurzen Soundcheck lag. Dank der guten Songauswahl sollte dennoch kein Fanherz unzufrieden geblieben sein.

Kurz vor Ende des Auftritts mussten wir allerdings dann auch leider schon den Rückweg antreten, um die letzte vernünftige Bahnverbindung zu erwischen.

Den Bericht zum zweiten Konzerttag findet Ihr hier.

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