Orden Ogan, Kissin’ Dynamite & Freedom Call

Am 10.10.2010 (ein tolles Datum übrigens) traten Orden Ogan, Kissin’ Dynamite und Freedom Call im Rahmen der Ride of the Shadowking-Tour in der Zeche Bochum auf und hauchten dem alten Industriegebäude sprichwörtliches neues Leben ein.

Orden Ogan, die als erste Vorband ran mussten, machten direkt mit einem positiven Bühnenaufbau auf sich aufmerksam, der aus mehreren großen Plakaten bestand – viele Bands spielen ja nicht einmal unter einem Banner, auf dem ihr Name steht, insofern konnten Orden Ogan hier schon einmal punkten.

Orden Ogan

Da ich auf Orden Ogan erst vor einigen Monaten aufmerksam geworden war, war ich gespannt, wie sie sich live präsentieren würden. Nach dem Intro Rise And Ruins ging es direkt ordentlich los. Die Band lief auf die Bühne und spielte To New Shores Of Sadness gefolgt vom eher ruhigeren Farewell – beide Songs stammten übrigens aus dem zweiten Album Vale.

Im Anschluss wurde der Menge mit den Krachern Welcome Liberty, Easton Hope und We Are Pirates (alle vom aktuellen Album Easton Hope) gut eingeheizt. Geschätzte 100 Fans sorgten vor der Bühne für eine lebhafte Stimmung. Schade, dass die Halle höchstens bis zur Hälfte gefüllt war. Der Ton war übrigens ganz okay, der Gesang jedoch nicht ganz so klar, wie auf den Alben. Dies kann möglicherweise aber am Mikrofon gelegen haben, das ein paar Probleme bereitete.

Leider mussten Orden Ogan ohne Keyboarder auftreten, weil – so Sänger Seeb – diesem einen Tag vor dem Auftritt eingefallen war, dass er ja in Berlin studieren wolle 😉 Schade, denn ich hätte gerne gewusst, wie sich Orden Ogan “in voller Montur” anhören – so mussten einige Passagen nämlich vom Band eingespielt werden. Bevor der kurze Auftritt von Orden Ogan nach ca. 45 Minuten endete wurde noch Angels War vom ersten Longplayer der Band (Testimonium A.D) gespielt.

Setlist:

To New Shores Of Sadness
Farewell
Welcome Liberty
Easton Hope
We Are Pirates
Angels War

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Die nächste Band, die spielen würde, waren Kissin’ Dynamite aus Schwabenland, von denen ich – zu meiner Schande – vor dem Konzert noch nichts gehört hatte und das  obwohl die Band schon 2002 gegründet wurde und eine sehr gute Show ablieferte. Ihre Lieder waren durchweg energiegeladen und luden zum Mitgröhlen ein.

Kissin Dynamite

Los ging’s mit Run For Your Life, ehe die Ode an die Gemeinschaft der Szene mit dem Namen Metal Nation aus den Boxen dröhnte.  In The Name Of The Iron Fist, I Hate Hip Hop, Hysteria und Steel of Swabia kamen beim Publikum sehr gut an, dass für reichlich Stimmung sorgte, was nicht zuletzt auch an der Performance auf der Bühne lag.

Wenn man bedenkt, dass die Bandmitglieder gerade einmal um die 18 Jahre alt sind, dann haben sie dafür schon ein gutes Repertoire an massentauglichen Metal-Songs ganz im Stile von AC/DC (von denen auch das Lied Kissin’ Dynamite stammt, nach dem sich die Band benannt hat) angehäuft, die sie auch super präsentieren können. Kissin’ Dynamite waren wirklich die Überraschung des Abends!

Kissin Dynamite

Als nächstes folgten Addicted To Metal, My Religion (is  Rock’n’Roll *mitsing*) und Supersonic Killer. Dann war ihr Auftritt nach einer knappen Stunde bei sehr guter Stimmung schon wieder vorbei. Der Ton war sehr gut abgemischt, auch wenn das Mikro erneut ein paar Aussetzer hatte – kein Wunder allerdings, so wie der Sänger Hannes damit rumfuchtelte. 😀

Setlist:

Run For Your Life
Metal Nation
In The Name Of The Iron Fist
I Hate Hip Hop
Hysteria
Steel Of Swabia
Addicted To Metal
My Religion
Supersonic Killer

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Freedom Call

Während der Umbaupause füllte sich der Saal etwas, es war aber trotzdem vergleichsweise wenig los. Allerdings sind Freedom Call auch dank des hohen Gesangstils nicht jedermanns Sache. Hinzu kam noch, dass Freedom Call laut eigener Ansage dieses Jahr bereits eine Hand voll Gigs in der Zeche gespielt hätten.

Als Opener hatten die Jungs aus Nürnberg We Are One gewählt – und das kann man wörtlich nehmen. Die Meute direkt vor der Bühne bestand quasi aus einer gleichmäßig singenden Masse von feierwütigen Fans.

Augenscheinlich herrscht in Deutschland jedoch zur Zeit Keyboard-Mangel, denn obgleich Freedom Call stets sehr keyboardlastigen Power Metal spielen, stieg der Keyboarder bereits vor einigen Jahren aus und ein Ersatz wurde bis heute nicht gefunden. Dies ist wirklich sehr schade, weil das Keybaord zu Freedom Call einfach dazu gehört. So kamen, bis auf zwei Ausnahmen, bei denen Sänger Chris Bay  ein wenig auf dem Keyboard spielte, leider nur Samples vom Band.

Weiter ging’s mit Klassikern wie United Alliance, Thunder God und Tears Of Babylon vom aktuellen Album The Legend Of The Shadowking. Die nachfolgenden Songs Blackened Sun, Out Of The Ruins und Hunting High and Low verlangten den Fans erneut alles (insbesondere die Stimmbänder) ab, bevor der neue Drummer Klaus Sperling ein nettes Drum Solo  hinlegte.

Anschließend fand die Metal Invaion zu gleichnamigem Lied statt, ehe man uns Merlin im Doppelpack (ebenfalls vom neusten Album) präsentierte: Merlin – Requiem & Merlin – Legend Of The Past. Mit The Quest vom allerersten Album neigte sich der Auftritt von Freedom Call auch schon langsam dem Ende zu.

Freedom Call

Es folgten noch Warriors, Far Away und natürlich Mr. Evil, bei denen das Publikum (insbesondere bei Mr. Evil) noch einmal seine Gesangskraft unter Beweis stellen konnte bevor mit Freedom Call und Hymn To The Brave noch zwei Zugaben gespielt wurden.

Setlist:

We Are One
United Alliance
Thunder God
Tears Of Babylon
Blackened Sun
Out Of The Ruins
Hunting High And Low
Drum Solo
Metal Invasion
Merlin – Requiem
Merlin – Legend Of The Past
The Quest
Warriors
Far Away
Mr. Evil
Land Of Light

Zugaben:
Freedom Call
Hymn To The Brave

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Fazit: Zwei Stunden lang gute Unterhaltung von Freedom Call, die von jedem ihrer Alben etwas spielten. Auch die zwei Vorbands gefielen und kamen beim Publikum sehr gut an. Ein rundum gelungener Abend, der ruhig noch ein größeres Publikum hätte anlocken können… Natürlich wurde der Kleiderschrank auch noch um ein weiteres Tour-T-Shirt erweitert. 😉

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