Schloss Weißenstein

Schloss Weißenstein

Steckbrief Schloss Weißenstein

  • Zustand: erhalten
  • Erbaut: 1711-1718
  • Besitz: Privat
  • Nutzung: Wohnsitz

Besichtigung / Preise

  • Außenbesichtigung: jederzeit von öffentlichen Wegen aus
    Der angrenzende Schlosspark ist ganzjährig tagsüber betretbar
  • Innenbesichtigung: Im Rahmen einer Führung
  • Eintritt: Erwachsene 8,00 € pro Person | ermäßigter Eintritt 6,00 €
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober, jeweils zur vollen Stunde,
    Montag bis Freitag: 9.30 – 17.00 Uhr | Samstag, Sonntag, Feiertag: 9.30 – 18.00
    November bis März: Montag bis Freitag: 10.00 – 15.00 Uhr (halbstündige Kurzführungen) Preis 5,00 €

Anmerkungen

  • Schloss Weißenstein, häufig auch als Schloss (zu) Pommersfelden bezeichnet, wurde zwischen 1711 und 1718 unter Lothar Franz von Schönborn, dem Bamberger Fürstbischof und Kurfürst von Mainz in Pommersfelden bei Bamberg als private Sommerresidenz erbaut.
  • Während der Bauphase wurde das Bauwerk als das neue Schloß auf dem Berg genannt. Nachdem der Rohbau im Jahre 1714 fertiggestellt wurde, äußerte der Kurfürst jedoch seine Absicht, es auf den Namen Weißenstein zu taufen. Dies ist zwar bis heute der offizielle Name, doch hat er sich im Volksmund nicht wirklich eingebürgert. Auch der Name Lothariusburg, der zwei Jahre später erwogen wurde, fand keinen Anklang. Das Schloss wird seit der Bauphase und bis heute oft schlicht nach dem benachbarten Ort Pommersfelden benannt.
  • Schon im Alter von 34 Jahren wurde Lothar Franz von Schönborn Präsident der Bamberger Hofkammer, vier Jahre darauf Fürstbischof von Bamberg und mit 40 war er bereits Erzbischof und Kurfürst von Mainz.
  • Lothar Franz von Schönborn erbte bei dem Dorf Pommersfelden ein Wasserschloss, jedoch sagte die mittelalterliche Enge seinem Repräsentationsbedürfnis nicht zu, weshalb er einen Neubau anstrebte.
  • Der Wunsch nach einem repräsentativen Neubau wurde noch verstärkt, da er seinen Amtssitz, die Neue Residenz in Bamberg, als nicht wirklich gelungen bezeichnete. Das Bauwerk war ihm zu schlicht geraten und lediglich zwei von drei Gebäudeflügeln waren gebaut worden.
  • Daher ließ er mit Geldmitteln aus der kaiserlichen Schatulle für die Kaiserwahl oberhalb des alten Wasserschlosses einen Neubau auf einer Anhöhe über dem Ebrachtal errichten.
  • Aufgrund der Abgeschiedenheit des Schlosses wurde der Gebäudekomplex über die Jahrhunderte kaum behelligt. Lediglich im Siebenjährigen Krieg plünderten und beschädigten Truppen des Prinzen Heinrich von Preußen das Schloss auf ihrem Streifzug durch die Umgebung von Bamberg.
  • Das Schloss gilt als Gründungsbau des fränkischen Barocks und befindet sich seit dem Bau bis heute im Besitz der Familie Schönborn.
  • Heutiger Stammsitz der Grafenfamilie ist Schloss Wiesentheid in Unterfranken.
  • Besonders sehenswert ist das opulente Treppenhaus, das 8.000m³ Raum umschließt, und mit einem Deckenfresko von Johann Rudolf Byss verziert ist. Ein Treppenhaus dieser Art, das nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles ausgeführt wurde, hatte es zuvor noch nicht in Deutschland gegeben.
  • Weitere Besonderheiten des Schlosses sind die Sala terrena (ein großer als Grotte angelegter Saal) von Giovanni Francesco Marchini, das älteste noch völlig erhaltene Spiegelkabinett Deutschlands, eine umfangreiche Schlossbibliothek und eine Gemäldegalerie, die die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands beherbergt.

Anfahrt

Adresse:

Schloß 1,
96178 Pommersfelden

Ausreichend Parkplätze vorhanden.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Haltestelle: Schloß Weißenstein
Linien:  Bus 978

Weitere Informationen

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