2. Finger – Sithonia

Halbinsel Sithonia - Aussicht mit Werbung

Die Fahrt auf die Halbinsel Sithonia, den sog. zweiten Finger, begann mit einem Zwischenstopp in dem Ort Nikiti, da dort wie jeden Freitag der Wochenmarkt stattfand.

Die Hauptstraße, die durch Nikiti führt, unterteilt die Stadt deutlich. Zum Meer hin hat sich der touristische neue Teil entwickelt, auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Inland befindet sich der alte Ortsteil, wo auch der eben erwähnte Wochenmarkt aufgebaut wurde. Neben viel Obst, Gemüse und Fisch wurden auch Süßigkeiten oder salzige Snacks sowie allerlei Kleidungsstücke und Stoffe verkauft. Aufgrund der vielen deutschen Touristen kam man sich beinahe vor, wie auf einem Markt in Deutschland.

Halbinsel Sithonia - Fische auf dem Markt von Nikiti Halbinsel Sithonia - Nüsse auf dem Markt von Nikiti

Schließlich ging die Fahrt weiter über die landschaftlich viel schöner gelegene Hauptstraße entlang der Westküste von Sithonia. Generell muss ich sagen, dass Sithonia im Vergleich zu Kassandra aufgrund der vielen kleinen Buchten und der sehr grünen Flora und Fauna einen Hauch idyllischer wirkte.

In Neos Marmaras, der größten Stadt auf der Halbinsel, Sithonia, wurde wieder angehalten. Zur Mittagszeit war es noch ziemlich beschaulich im Ortskern. Die vielen Spielautomaten sowie leeren Grillstände an der Promenade zeugen jedoch davon, dass es Abends etwas lauter zugeht.

Von der Hauptstraße aus hatte man wenig später einen sehr guten Blick auf die sog. Schildkröteninsel Nisi Kelifos, die ihren Namen jedoch nur aufgrund ihres Aussehens verliehen bekommen hat. Echte Schildkröten sind auf der Insel, die wirklich exakt wie eine im Meer liegende Schildkröte aussieht, leider nicht heimisch.

Halbinsel Sithonia - Schildkröteninsel Nisi Kelifos

Halbinsel Sithonia - Blick auf den mächtigen Berg Athos

Die Fahrt in Richtung Toroni führte rechts und links an tollen Weinbergen vorbei. Der Ort selbst war viel größer und voller als in meinem Reiseführer beschrieben. Die antiken byzanthinischen Ruinen, die sich auf einem Hügel am Strandende befinden, waren verschlossen und leider nicht zugänglich. Einen Teil der Ruinen sollte man übrigens auch beim Schnorcheln vom Wasser aus sehen können, jedoch standen am Strandende sehr viele Fischerboote, die ein Schnorcheln trotz des glasklaren Wassers nicht gerade attraktiv machten.

Deshalb ging es weiter die Hauptstraße, die jetzt bergauf führte und kurvenreicher wurde, entlang. Bei der nicht zu übersehenden Taverne Panorama direkt an der Straße wurde Rast gemacht. Die Aussicht auf den Berg Athos war grandios.

Über die kurvenreiche Straße durch das satte Grün gelangten wir nach Sarti, wo eine Badepause eingelegt wurde. Der Strand von Sarti wurde übrigens 2004 von Greenpeace zu einem der zehn schönsten und saubersten Strände Griechenlands gekürt. Da ich nur einmal hier war, kann ich nicht beurteilen, ob die Wellen dort jeden Tag so hoch sind, aber als ich da war, waren die Wellen konstant eineinhalb bis zwei Meter hoch. Kein Wunder, dass wir hier länger als geplant verweilten, da man sich in den Wellen so richtig austoben konnte, während sich im Hintergrund wieder der mächtige Berg Athos erhob.

Halbinsel Sithonia - Fischerboote in Toroni mit der alten Ruine im Hintergrund

Bei der Fahrt zurück nach Psakoudia über die Ostküste von Sithonia fand man kaum einsame Buchten, da an den meisten mittlerweile Campingplätze errichtet wurden – scheinbar ein neuer Trend auf dem griechischen Festland. Dennoch lohnte sich die restliche Fahrt allein schon wegen der schönen Landschaft rechts und links neben der Straße.

Am nächsten und gleichzeitig letzten Tag mit dem Leihwagen stand noch das Inland der Chalkidiki-Region auf dem Programm.

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3 Kommentare

  1. Sehr schöner Bericht! War vor einem Jahr in Chalkidiki und kann dir nur zustimmen. Die Halbinsel Kassandra ist wirklich sehr schön! Da meine Frau und ich mit zwei kleinen Kindern Urlaub gemacht haben, konnten wir leider nicht so viele Ausflüge unternehmen wie du, aber es war trotzdem ein schöner Urlaub.
    Jetzt, wo ich deine Berichte so lese, bin ich ein bisschen neidisch. Da muss ich wohl noch einmal dort Urlaub machen, wenn die Kinder größer sind 🙂
    Liebe Grüße aus Stuttgart

    • Mach dir nichts draus.. ich habe auch längst nicht alles gesehen! Der Olymp, die Königsgräber von Vergina… es gibt einfach so viel zu sehen allein in der näheren Umgebung.
      Und andernorts auf dem Festland gibt es ja ebenfalls noch viel mehr Sehenswürdigkeiten.. um ein Maximum in kurzer Zeit zu sehen, kommt eigentlich nur eine Rundreise mit dem Bus in Frage..

      • Es freut mich sehr das es dir auf Xalkidiki so gut gefaellt.Ich wohne seit 12 Jahren in Nea Moudania und mohecte nie wieder weg .Ich wuensche dir einen wunderschoenen Urlaub und danke fuer deinen Bericht

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