Band des Monats #8 – Epica

Epica - Simone Simons

Im vorherigen Post zur Band des Monats habe ich Orphaned Land zur Band des Monats auserkoren. Da ich im November leider kein einziges Konzert besucht habe, habe ich kurzerhand beschlossen Epica, die mich im Oktober live restlos überzeugen konnten, zur Band des Monats November auszurufen.

Die niederländische Symphonic-Metal-Band wurde bereits 2002 gegründet und hat sich seitdem große Bekanntheit weit über die Landesgrenzen ihres Heimatlandes hinaus erspielt. Längst zählt die Band zu den namhaftesten Vertretern ihres Genres.

Epica - Mark JansenIm Vergleich zu anderen Bands des Genres stechen Epica aus dem äußerst bombastischen, gelegentlich sogar ziemlich weichgespülten, symphonischen Metalbereich mit ihrem Sound immer wieder erfrischend hervor. Grund dafür ist die perfekte Symbiose aus dem engelsgleichen hohen Soprangesang der charismatischen Frontfrau Simone Simons, die zugleich auch als optisches Aushängeschild der Band fungiert, und den vielen Anteilen guturralen Gesangs von Gitarrist Mark Jansen. Die tiefen Growls und der cleane Gesang von Simone ergänzen sich so perfekt wie bei keiner anderen Symphonic-Metal-Band.

Untermalt wird der Gesang bei Epica von zumeist aggressivem und druckvollen Saitenspiel, wuchtig gespielten Drums und – auch das gehört zu waschechtem Symphonic Metal dazu – allerlei raffinierten Keyboardpassagen und orchestralen Arrangements. Doch die Musik alleine ist bekanntlich nur die halbe Miete. Der zweite Grund, weshalb mir die Musik von Epica so gut gefällt, sind die gesellschaftskritischen Lyrics, in denen sich die Band mit religiösen, philosophischen und politischen Fragen und Themen auseinandersetzt.

Auf mittlerweile sieben veröffentlichten Studioalben hat das Sextett eine hohe Zahl unnachahmlich guter Songs produziert. Von Album zu Album konnte die Band darüber hinaus stets noch eine kleine Schippe drauflegen und sich kontinuierlich in allen Belangen steigern – den bisherigen Höhepunkt stellt hierbei das jüngste Werk The Quantum Enigma dar. Auf alle Werke einzugehen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, weshalb ich mir erlaube, als Anspieltipps einfach einige meiner Lieblingsstücke von Epica aufzulisten:

  • The Obsessive Devotion
  • Consign to Oblivion
  • The Divine Conspiracy
  • Design Your Universe
  • Facade Of Reality
  • Cry for The Moon
  • Martyr Of The Free Word

Ebenfalls hörens- und sehenswert sind außerdem das Live-Album The Classical Conspiracy, das die Band zusammen mit einem Klassikorchester 2008 auf dem ungarischen Miskolc Opera Festival aufgenommen hat sowie die 2013 veröffentlichte Live-DVD Retrospect – 10th Anniversary, auf der die Band ihre fulminante dreistündige Jubiläumsshow anlässlich ihres zehnjährigen Bandbestehens (ebenfalls mit Orchester und einem großen Chor) in Bild und Ton festgehalten hat.

Epica zählen vielleicht nicht zu den Bands, bei denen man jedes Lied mitsingen kann (dafür sind viele Lieder schlicht zu komplex, etliche Gesangspassagen auch zu schnell oder in zu hohen Tonlagen gesungen), allerdings kann man sich durch diesen Umstand voll und ganz auf die Musik, die Texte, die Atmosphäre einlassen, das Konzert in seiner Gänze auf sich wirken lassen, mittanzen und – wer lange Haare hat – auch die Matten kreisen lassen.

Mehr Informationen zu Epica erhaltet Ihr auf der offiziellen Homepage, Facebook, Twitter sowie Youtube.

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