Corporal Shred, Kryptos & Death Angel

Death Angel

Thrash Metal hat im Ruhrpott eine lange Tradition. Thrash-Ikonen wie Kreator oder Sodom haben hier ihre Wurzeln. Und auch der Abend des 11. August 2015 stand im Essener Turock voll und ganz im Zeichen des Thrash Metal, denn mit Death Angel hatte sich ein Thrash-Metal-Urgestein aus den Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt aus der ehrwürdigen San Francisco Bay Area, angekündigt.

Corporal Shred

Den Auftakt dieses fulminanten Konzertabends bildete zuvor jedoch – für manchen Konzertgast eher überraschend – eine Essener Thash-Metal-Kombo: Corporal Shred. Die noch recht junge Formation um Frontmann Maddin, dem Ex-Pretrash-Gitarristen, der jetzt zusätzlich zur Klampfe auch den Gesang beisteuert, stand nämlich weder auf dem Tourplakat noch auf den TIckets.

Dies sollte sich aber nicht als Nachteil herausstellen, denn als Corporal Shred die Bühne betraten und die Nebelmaschine alles gab, hatte sich bereits eine ansehnliche Zahl neugieriger Besucher im Turock eingefunden. Ohne lange Ansagen, denn die Zeit ist für Opener bekanntlich immer recht knapp bemessen, gab es 30 Minuten lang voll auf die Zwölf. Songs wie Status Quo oder Life Online, die sich auch auf der Demo-CD finden, ließen das Herz eines jeden Thrashers höher schlagen. Apropos Demo-CD – dass der Auftritt der hoffnungsvollen Thrasher von Corporal Shred beim Publikum überwiegend sehr positiv aufgenommen wurde, ließ sich auch daran erkennen, dass der Band die Demos regelrecht aus den Händen respektische Taschen gerissen wurden, so dass am Ende lediglich drei Exemplare übrig blieben!

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Kryptos

Mit Kryptos folgte nach einer kurzen Umbaupause ein in unseren Gefilden eher selten anzutreffenes Gespann. Die aus der indischen Stadt Bangalore stammende Band, die in ihrer Heimat seit der Gründung im Jahr 1998 als Speerspitze der indischen Metal-Szene gilt, bot Oldschool Thrash/Heavy Metal ohne Kompromisse. Deutliche Einflüsse von NWOBHM- und Thrash-Metal-Größen der 80er Jahre – wie etwa Black Sabbath, Judas Priest oder Iron Maiden, um nur die bekanntesten zu nennen – waren nicht nur optisch erkenn- sondern vor allem heraushörbar. Im Gegensatz zu den CD-Aufnahmen klangen Kryptos live allerdings deutlich thrashiger! Die rund 45 Minuten Spielzeit nutzten die Männer gewissenhaft, um die Meute ordentlich auf Temperatur zu bringen und auf den Headliner einzustimmen.

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Death Angel

Pünktlich um 22 Uhr betraten dann endlich Death Angel die Bühne und was die Männer um Frontmann Mark Osegueda und Gitarrist Rob Cavestany, dem einzigen verbliebenen Gründungsmitglied, abfeuerten, war wahrlich ein regelrechts Feuerwerk der Trash-Metal-Gefühle.

Neuere Stücke wie der Opener Left For Dead oder auch das unmittelbar darauffolgende Son Of The Morning – beide vom aktuellen Longplayer The Dream Calls for Blood – wurden ebenso gespielt wie auch die absoluten Klassiker der Bandgeschichte – hier sind natürlich zuvorderst Mistress Of Pain oder der Rausschmeißer The Ultra Violence vom allerersten Death-Angel-Album zu nennen.

Setlist Death Angel:

Left For Dead
Son Of The Morning
Claws In So Deep
Fallen
Buried Alive
Mistress Of Pain
Succubus
Execution / Don’t Save Me
Truce
3rd Floor
Seemingly Endless Time
The Dream Calls For Blood
Caster Of Shame
Bored / Voracious Souls
The Ultra Violence / Thrown To The Wolves

Egal ob neu oder alt: Ein Stampfer jagte den nächsten und so verwunderte es wahrlich niemanden, dass das für einen Wochentag recht ansehnlich gefüllte Turock Death Angel ausgelassen abfeierte. Die Amerikaner überrollten das Turock wie die sprichwörtliche Dampfwalze und nachdem die Band ihr üppiges Set, das kaum Wünsche offen ließ, durchgepeitscht hatte, hinterließen sie nichts weiter als einen Haufen erschöpfter aber glücklicher Fans.

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