Essen-Margarethenhöhe

Vor einigen Tagen habe ich bei herrlichem Sonnenschein der Margarethenhöhe in Essen einen kleinen Besuch abgestattet und fleißig fotografiert.

Essen-Margarethenhöhe

Ein paar wissenswerte Informationen zur Geschiche: Die Siedlung Margarethenhöhe wurde von 1906 bis 1938 von dem Architekten Georg Metzendorf im Auftrag der Stifterin Maragethe Krupp gebaut.

Die Margarethenhöhe gilt aufgrund ihrer Bauweise und der guten Lage mitten Grünen als erste Gartenstadt Deutschlands. Erklärtes Ziel von Margarethe Krupp war es, auch Menschen, die nicht genug Kapital besaßen, um sich ein eigenes Haus zu bauen, ein “menschenfreundliches Wohnen” zu ermöglichen.

Erstaunlich ist, dass die Margarethenhöhe Während der Zeit ihrer Errichtung durch einen Regierungserlass von allen Bauvorschriften befreit war. Dies ist wohl auch ein Grund für die weitgehend einheitliche Erscheinungsform der Häuser. Hierbei wurde jedoch ein kleiner Trick angewendet, da nicht alle Häuser identisch aussehen sollten, es jedoch den finanziellen Rahmen gesprengt hätte, jedes Haus einzelnd zu entwerfen. Deshalb entwarf der Architekt Metzendorf einen Satz von Elementen, die immer wieder neu kombiniert wurden, so dass die Häuser zwar alle äußerlich minimal voneinander abweichen, aber stilistisch geschlossen bleiben.

Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Siedlung wurde nach Ende des Krieges in ihrer historischen Form wieder aufgebaut. Im Jahr 1948 wurde die ursprünglich zu Rüttenscheid zugehörige Margarethenhöhe schließlich ein eigener Stadtteil.

Nicht unumstritten ist die Margarethenhöhe II, die in den sechziger und siebziger Jahren auf dem noch unbebauten Land südlich der ersten Siedlung entstand. Insbesondere der letzte Bauabschnitt mit seinen “Hochhäusern” galt als soziales Problemfeld.

Obgleich die Margarethenhöhe eigentlich primär für ärmere Bewohner gedacht war, entwickelt sie sich heute mehr und mehr zu einer gehobeneren Wohngegend. Bis heute wird die Siedlung von der “Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge” geführt.

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