Zeche Nordstern & Nordsternpark

Zeche Nordstern

Bei dem super Wetter heute wollte ich endlich mal der Zeche Nordstern sowie dem angrenzenden Nordsternpark einen Besuch abstatten – beim Abschiedsfest der Kulturhauptstadt 2010 hatte ich nämlich keine Eintrittskarten mehr bekommen und war stattdessen zur Abschlussveranstaltung am SANAA-Gebäude gefahren.

Die stillgelegte Zeche Nordstern fällt heute vor allem durch die (in der Realität viel kleiner wirkende) 18-Meter große und 23 Tonnen schwere Herkules-Statue auf, die auf den neugebauten Glaswürfel gesetzt wurde – warum die Statue jedoch mit dem Rücken zur Vorderseite der Zeche aufgestellt wurde , ist mir ein Rätsel.

In der komplett sanierten Anlage hat das Immobilienunternehmen TreuHandStelle seine Hauptverwaltung. Im Glaskubus wird demnächst eine Aussichtsplattform für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht – von dort oben wird sich den Besuchern sicher eine tolle Aussicht bieten. Auf dem Zechengelände befindet sich außerdem seit 1999 die Modelleisenbahn-Ausstellung Der Deutschlandexpress.

Der weitläufige Nordsternpark, in dem 1997 die Bundesgartenschau stattfand, eignet sich super für Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten wie etwa Radfahren. Auf einem künstlichen Kletterfelsen darf der Aufstieg erprobt werden. Kinder erfreuen sich bei warmen Wetter natürlich hauptsächlich am großen Wasserspielplatz, während Erwachsene vielleicht eher die Aussicht von der aufgeschütteten Pyramide bevorzugen. Der Besucherstollen ist sicher auch einen Besuch wert!

Der Nordsternpark wird vom Rhein-Herne-Kanal und der Emscher durchkreuzt, über die etliche neue – teils sehr ausgefallene – Brücken verlaufen. Ein weiteres Highlight ist das Amphitheater Gelsenkirchen, in dem vorwiegend im Sommer größere Events wie z.B. das Rock Hard Festival, das Kanalfest, ein Open-Air-Kino sowie diverse andere Konzerte stattfinden.

Ein Besuch des Nordsternparks bei gutem Wetter ist empfehlenswert. Sobald die Aussichtsplattform eröffnet ist, werde ich auch ihr einen Besuch abstatten. Da die Zeche außerdem bei Nacht beleuchtet wird, werde ich auch in den Abendstunden noch einmal dort vorbeischauen müssen…

Abschließend wollte ich noch beim Schloss Horst, das dem Stadtteil Horst seinen Namen gab, vorbei, doch dort finden gerade umfangreiche Umbau- bzw. Neubauarbeiten statt, so dass sich Fotos nicht gelohnt hätten – also verschoben auf den Sommer, in der Hoffnung, dass dann eine uneingeschränkte Sicht zum Fotografieren möglich ist – auch wenn u.a. eine Bibliothek vor das schöne Schloss gesetzt wird…

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2 Kommentare

  1. Es gibt schon einen Grund, warum Herkules dem Nordsternplatz den Rücken kehrt: So schaut er nämlich Richtung Osten, zur aufgehenden Sonne. Als Metapher für was auch immer.

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